Windows Phone ‘schafft sich ab’ – Netzbetreiber und Kunden sind enttäuscht

Ich habe mir insgeheim immer gehofft, dass Windows Phone 7 sich irgendwann auf dem Markt etabliert. Die Idee von Anfang an war meiner Meinung nach eine gute: Mindestanforderungen an die Hardware, leicht zu bedienende UI und Sync-Geschichten mit SkyDrive.

Bild: techalphabet.comLeider war/ist die Umsetzung alles andere als gut. Ich will jetzt keine Einzelheiten durchkauen, die ihr alle in den Nachrichten gesehen habt: schlechte Absatzzahlen, geringes Interesse, und so weiter. Naja, die Konsequenz des Ganzen: General Manager für Windows Phone Marketing Gavin Kim und Windows Phone Chef Frank Fischner verlassen Microsoft. Letzterer begründet seinen Ausstieg mit einem Angebot der Deutschen Telekom AG. Gavin Kim hat sich nicht geäußert.

Samsung hat letztes Jahr und im ersten Quartal diesen Jahres auf jeden Fall abgeräumt. Das ist natürlich keine Entschuldigung, denn alle Hersteller sind im Wettbewerb. Warum das Interesse an Windows Phones so gering ist, lässt sich eigentlich ganz einfach herleiten: mittelmäßige Hardware für relativ viel Geld, Image-Probleme, Software-Pannen und und und. Ein weiterer entscheidender Faktor (meiner Meinung nach): Microsoft hat definitiv den Anschluss verpasst. Man hat sich zu viel Zeit für die Entwicklung genommen. Dabei war das Endprodukt auch nicht gerade das Gelbe vom Ei.

Sum Up: CeBIT, das neue iPad, Spotify

Obwohl ich letzte Woche auf der CeBIT war, habe ich doch keine Zeit gehabt, hier über das eine oder andere zu bloggen, was nicht schlimm ist, da ihr wahrscheinlich mit Infos überhäuft wurdet. Im Fokus standen dieses Jahr Themen rund um mobile Zeitgenossen: Ultrabooks oder auch neue Smartphones. Außerdem gab es kleine Neuigkeiten aus dem 3D-Bereich wie Beamer und neue Fernseher.

 

Apple das neue iPad vorgestellt. Ein bisschen dicker als das iPad2. Dafür mit einem hoch auflösenden Display und LTE. Leider wird der verbaute LTE-Chip in Deutschland nichts taugen. Telekom und Vodafone nutzen 800 und/oder 2600 Mhz für LTE-Übertragungen. Apple hingegen hat sich entschlossen, die amerikanischen und kanadischen LTE Frequenzen zu überstützen. Ob der Takt via Software änderbar ist, weiß ich nicht. Falls das nicht der Fall sein sollte, ist das iPad “nur” ein iPad2 mit besserem Display. Klar, vielen ist LTE vorerst uninteressant. Ich bin jedoch der Meinung, dass bei einer Investition in solch ein Produkt, welches kurz- bis mittelfristig einen begleitet, schon zukunftsorientiert agieren sollte. Naja :-)

Was noch… ja, heute ist Spotify in Deutschland live gegangen. Natürlich habe ich bis heute einige Streaming-Dienste getestet. Spotify wird sich hier jedoch von anderen Anbietern abheben. Jeder User darf erstmal 6 Monate (!) schnuppern. Danach kann er sich für das Premium-Paket für 9,99€/Monat oder das Unlimited-Paket für 4,99€/Monat entscheiden.

Heute habe ich Spotify ausgiebig getestet. Es lässt eigentlich kaum Wünsche offen. Playlisten, Integration sozialer Netzwerke oder Synchronisierung mit mobilen Geräten. Unterstützt werden iOS, Android, Symbian, Windows Phone, Palm und BlackBerry. Das ist schon ne Hausnummer.

Natürlich gab es viele andere interessante News. Die brauche ich aber nicht nochmal hier durchzukauen. Ich hoffe, ich schaffe es jetzt mal wieder öfter paar News rauszukramen :-) Somit, gute Nacht!

SMS: Wird Nachfolger “Joyn” gefährlich für WhatsApp, iMessage & Co. ?

Bild: DPA

Ihr habt wahrscheinlich in den letzten Tagen einige Berichte über RCS-e (Rich Communication Suite) gehört oder gelesen. RCS-e ist der Nachfolger der SMS und alle Hoffnungen der Mobilfunkanbieter, da sehr viele Smartphone-User heutzutage nicht mehr auf die olle SMS zurückgreifen, sondern über iMessage oder WhatsApp kommunizieren, da diese Lösungen erstens multimedial sind und zweitens bei bestehender Internet-Flat keinen arm machen. Das Marktforschungsunternehmen Ovum hat geschätzt, dass die Mobilfunkanbieter durch die kostenlosen Dienste einen Verlust von 14. Milliarden Euro erleiden mussten.

Da sich RCS-e blöd anhört (“Warte, ich schreibe gerade meine RCS-e zu Ende” :) ), gab man dem Ganzen den Namen “Joyn”, was ich jetzt auch nicht so schön finde. Das ist aber Geschmackssache. Naja, was kann Joyn? Joyn kann eigentlich alles, was Dienste wie iMessage, FaceTime oder WhatsApp auch können. Nicht nur langweilige Textnachrichten, sondern Bilder, Videos und vieles mehr können über Joyn geteilt werden. Auch Videotelefonie ist möglich – alles natürlich cross-platform.

Starten soll der neue Dienst schon ab dem Q2 diesen Jahres. Realisiert wird die Kommunikation durch die bestehende Internetverbindung des Gerätes und sieht aus, wie ein Messenger. Man schaut, ob die Freunde im Adressbuch online sind. Wenn ja kann man sie auf beliebiger Art und Weise kontaktieren.

Telekom zeigte bereits ein Video dazu [nach dem Break]: