Intels HDCP-Verschlüsselung geknackt

© Bastian Richter Für alle, die auf Anhieb nicht wissen, was HDCP ist, hier ein Exkurs :-)

Seit über einem Jahrzehnt vertraut die Medienindustrie auf Intels Verschlüsselungssystem,  welches im fast jedem HDMI- oder DVI-tauglichem TV- oder Computerbildschirm zu finden ist. Mit HDCP ist es möglich Mediensignale über einen komplett verschlüsselten Kanal zum Bildschirm zu übertragen. Somit schützte man sich (bis heute) davor, dass die Inhalte durch irgendwem/-was “gerippt” werden. 

Bereits 2010 tauchte ein HDCP-Master-Key auf, worauf hin Intel aber bekannt gab, dass trotzdem der Schutz gewährleistet sei, da die Herstellung eines HDCP-fähigen Chips mit dem Masterkey relativ komplex und nicht gerade günstig sei.

Daraufhin fing man an, an der Ruhr-Universität Bochum, zu forschen. Mittels eines FPGA-Boards (Field-Programmable Gate Arrays, welche relativ neue Bausteine sind und zum Aufbau digitaler und logischer Schaltungen dienen) wurde eine eigenständige Hardwarelösung entwickelt.

So war es dem Prof. Dr.-Ing. Tim Güneysu sund deinem Diplomanden Benno Lomb, verschlüsselte Datenströme abzugreifen, zu entschlüsseln und unverschlüsselt an ein HDMI-Gerät weiterzugeben. Das ganze hat die beiden Herrschaften ca. 200€ gekostet.

Das zeigt mal wieder, dass so ziemlich alle Verschlüsselungsmethoden immer irgendwie von irgendjemandem geknackt werden :-) Wer detailliertere Informationen haben möchte, kann gerne hier den Originalbeitrag lesen.