On & Offscreen-Innovation für die virtuelle Spielwelt

CES

Viele Innovationen der Welt der Consumer Electronics gehen sang- und klanglos den Bach herunter, wenn sie nicht direkt einer Problemlösung gleich kommen oder eine Nachfrage erzielen können, die die Innovation trägt. Nicht selten sind es vor allem die virtuellen Spiele, die auf neue Techniken angewiesen sind. Die Consumer Electronics Show, die jährlich in Las Vegas stattfindet, ist eine Plattform für neue solcher Innovationen, die besonders viel Aufmerksamkeit verdienen.

Darunter gab es in der 2013-Ausgabe den bahnbrechenden Erfolg von Samsungs “YOUM”, einem ultra-dünnen, flexiblen Display, der die Welt der visuellen Darstellung grundlegend verändern könnte. Mit dem Display nämlich können nicht nur neue Informationen anders dargestellt werden, sondern Geräte eine gänzlich andere Flexibilität bekommen. Das wiederrum könnte die Spielewelt so nachhaltet verändern, das wiederrum neue Ideen zustande kommen – ein ewiger “Teufelskreis”, allerdings im positiven Sinne.

Doch wenn etwas auf der CES 2013 klar war, dann dass auch Spieler und Konsumenten derzeit mehr Wert auf Privatsphäre und Sicherheit legen als auf dehnbare Screens (die jedoch nicht unerwähnt bleiben sollten). Viele Innovationen lagen vor allem im Bereich der besseren Verwaltung und Organisation des fast vollständig digitalisierten Lebens.

Sony etwa patentierte in den letzten Monaten immer mehr Technologien, die vor allem zur Verwaltung biometrischer Daten dienen. Das bedeutet: Fingerabdrucktechnologie, Gesichtserkennungsmaßnahmen, Iriserkennung, Handsensoren, Stimmmuster-Analyser und DNA-Checker. Was vormals als Science-Fiction für Hochsicherheitsverwahrungsgefängnisse galt, ist nun Teil der täglichen Routine für viele User. Immer mehr Systeme basieren auf echtem Geld (XBOX-Live Mitgliedschaften etwa). Die sensiblen Kreditkarten-Informationen, die Kommunikation über private Server beim Spiel und andere Dinge müssen vor Hackern, aber auch vor physischen Fremdzugriffen geschützt werden.

Hier waren es vor allem sensible Echtgeld-Spiele wie mobile Poker-Apps, die nach mehr Sicherheit gerufen haben. Die User, die sich kaum vor Betrügern schützen können, sollten nicht noch mehr Lasten durch die Möglichkeit eines Identitätendiebstahls haben. Selbstverständlich gibt es auch ohne intelligente Technologie Tipps und Tricks, wie man sich schützen kann; immer mehr Menschen jedoch erwarten auch die Bequemlichkeit der Technik, die diese Aufgabe übernehmen sollen.

Im Sony-Fall geht es vor allem darum, Konsolen und Spiele vollständig zu schützen. Allerdings ist es auch vorstellbar, dass die Technologien auch für den Spielinhalt genutzt werden können – als erweiterte Symbiose von Spieler und Avatar etwa. Dann könnte der Spielstart eines besonderen Menschen seinen ganz persönlichen Charakter hervorrufen. Möchte ein anderer (registrierter) Nutzer spielen, kommt automatisch sein persönliches Alter-Ego auf den Screen.

Neben der Sicherheit stand auch noch ein anderes Thema im Vordergrund: Energie und Nachhaltigkeit. Auch das könnte für die Spieler der Zukunft interessant werden: sie wollen so lange wie möglich – vor allem auf ihren mobilen Endgeräten – spielen und ungestört sein können. Wie geht das mit starken Batterien, die die Umwelt nicht belasten? Das Stichwort ist “Kontrolle”: über verschiedene Remote-Schaltstellen (etwa im ganzen Haushalt) lassen sich alle Teile des Lebens energiesparend kontrollieren.

Das Fazit der CES war aber ein folgendes: noch sind viele der Innovationen zu teuer und unrealistisch für einen Massenmarkt. Erst wenn bestimmte Märkte – wie eben der Spielemarkt – sich der Erfindungen und Patente tatsächlich bereichern kann, finden die Produktionen ihren Weg zum nächsten Entwicklungsstadium. Die CES 2014 wird zeigen, in welche Richtung sich die Nachhaltigkeits- und Sicherheitsströmungen hin entwickelt haben.